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Achtsame Fotografie

Naturfoto 07

​Ich beschäftige mich seit 1998 intensiv mit Fotografie. Auslöser war ein Auslandssemester während meines Nachrichtentechnikstudiums in Irland. Anstatt die faszinierenden Eindrücke in Bilder umzusetzen, hielt ich blasse und unscharfe Fotos in der Hand. Daraufhin kaufte ich mir meine erste - damals noch analoge - Spiegelreflexkamera und wechselte zum Diafilm. Gleichzeitg eignete ich mir grundlegende Kenntnisse der Fotografie an und sammelte Erfahrungen in der näheren Umgebung.

In den Folgejahren festigte und erweiterte ich meine Kenntnisse durch diverse Bildbände, anspruchsvolle Fachliteratur, verschiedene Fotokurse und den Austausch in Fotoklubs. Der Wechsel zur Digitalefotografie bedeutete auch, mich mit Bildbearbeitung und Bildorganisation am PC auseinanderzusetzten. 

Bis heute begleitet mich die Fotografie. Seit 2006 gebe ich mein Wissen in Fotokursen und Einzelcoachings weiter.

Warum fotografiere ich?

Es gibt kaum einen Ort oder ein Motiv der/das noch nicht fotografiert wurde und entsprechende Bilder würden sich meistens im Internet leicht finden lassen. Zudem ist Fotografie kostenintensiv und zeitaufwendig. Auch der anschließende Aufwand am Computer darf dabei nicht unterschätzt werden z.B. die digitale Entwicklung, Bildverwaltung,  Präsentation als Ausdruck oder Mediashow.

Trotzdem fotografiere ich seit vielen Jahren. Meine Themenschwerpunkte sind Personen- und Naturfotografie.

Was bedeutet die Fotografie für mich?

Bewusste Fotografie ist Kunst und Kreativität

Ein gekauftes Foto ist (ungeachtet der Qualität) nicht das Gleiche wie eine eigene Aufnahme. Ich war in diesem Moment vor Ort, habe meine Eindrücke und Emotionen in Fotos festgehalten. Durch die Wahl der Brennweite, Blende und Zeit kann ich mir wichtige Bildstellen bewusst betonen bzw. die Szene nach meinen Vorstellungen umsetzen. Auch die anschließende Bildbearbeitung und Bildpräsentation liegt in meiner Hand und bietet viel Spielraum für eigene Kreativität z.B. Farbe oder Schwarz-Weiß, weiche oder harte Kontraste, Papierformat und Papierwahl.

Natürlich spielt auch das Streben nach Perfektion eine Rolle.

Fotografieren ist eine Art der Meditation

Insbesondere bei der Naturfotografie versinke ich in meiner Umgebung und der Alltag ist ausgeblendet. Das Ziehen lassen von Gedanken und das Fokussieren auf ein Motiv ist ein ständiger Wechsel zwischen Entspannung und Anspannung – vergleichbare Prinzipien werden auch in der Meditation verwendet, beispielsweise bei der weit verbreiteten Progressiven Muskelentspannung (PMR).

Fotografieren schult die Wahrnehmung und schärft die Sinne

Ich fotografiere nur das was ich auch als reizvolles Motiv wahrnehme. Über die Zeit schärft sich der Blick hierfür und das Naturerleben wird – auch abseits der Fotografie - intensiver. Details werden schneller entdeckt. Auch das Wetter mit seinen vielfältigen Lichtstimmungen wird bewusster wahrgenommen.

Fotografie ist verbale und nonverbale Kommunikation

Menschen zu fotografieren ist eine besonders vielfältige und auch anspruchsvolle Art der Fotografie. Dabei geht es um authentische Aufnahmen, die den Menschen vor der Kamera zeigen - Emotionen, Ausdruck, Handlung. Die Grundlage für solche Fotografien ist die passende Chemie und Kommunikation. Charakterstarke Aufnahmen sind unabhängig von Körpermaßen und Schönheitsidealen.
Auch die nonverbale Kommunikation spielt eine entscheidende Rolle und die Natur ist hierfür ein guter Lehrer. Die Wächter des Waldes (z.B. Eichelhäher) kündigen frühzeitig mein Kommen an. Dabei liegt es jedoch auch an mir ob er seinen Warnruf ausstößt. Geht von mir keine Gefahr wird auch dies kommuniziert und die Waldbewohner bleiben "entspannt".
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